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Geschichte

Einst war die Stadt Graslitz im Sudetenland die Hauptstadt für den Musikinstrumentenbau in aller Welt. Von dort begann sich dieser Wirtschaftszweig zu entwickeln. Dabei begründeten auch Auswanderer im benachbarten Vogtland (Markneukirchen) diesen Gewerbezweig.

Als der 2. Weltkrieg ausbrach, gab es in Graslitz 300 Firmen mit 3000 gelernten Musikinstrumentenmachern. Eine dieser Firmen wurde 1810 von Johann Langhammer, einem Metallblasinstrumenten- und Mundharmonikamacher gegründet – in diese Familie heirateten die Meinls ein.

Während der beiden Weltkriege hatte Wenzel Meinl eine Großhandelsfirma in Klingenthal im Vogtland, gegründet.

Sein Sohn Anton Meinl wurde 1922 in Graslitz geboren. Nach seinem Abschluss an der Technischen Staatsschule ging er 3 Jahre in die Instrumentenbaulehre, bis schließlich 1941 seine Ausbildung durch den Militärdienst unterbrochen wurde.

Nach Krieg und Vertreibung hatte er keine Gelegenheit mehr, nach Graslitz zurückzukehren. So ließ er sich in Österreich nieder, nachdem er 1945 aus der Kriegsgefangenschaft geflohen war. Er arbeitete dort 2 Jahre als Instrumentenmacher und Reparateur, bis er schließlich seinen Vater in Bayern wiederfand. Mit ihm nahm die Metallblasinstrumenten-Herstellung in der Stadt Geretsried ihren Neuanfang.

Anton Meinl arbeitete seit 1947 wieder im Betrieb seines Vaters, besuchte Abendkurse und legte schließlich 1952 die Meisterprüfung ab.

Aufnahme von 1952 – heute arbeiten in der Musikinstrumenten-Manufaktur Wenzel Meinl in Geretsried 20 Metallblasinstrumentenmacher – Gesellen und Meister und stellen die Musikinstrumente mit den Markennamen Melton (für Europa) und Meinl-Weston her.

Als hochqualifizierter Handwerker von Weltruf und ausgezeichneter Ausbildungsleiter zugleich hat er viel zur Entwicklung und Verbesserung vor allem von Tuben beigetragen.

Anton Meinls Sohn Gerhard studierte Jura und legte beide juristische Staatsprüfungen in München ab, bevor er 1984 in das elterliche Unternehmen eintrat, um zugleich eine Lehre als Metallblasinstrumentenmacher zu machen.

Gerhard Meinl, der nun schon in der 7. Generation einer Familie in der Musikwirtschaft arbeitet, führte anschließend als ausgebildeter Trompeter das sehr erfolgreiche Prinzip der „offenen Werkstatt“ ein und wurde insbesondere berühmt für seine Zusammenarbeit mit Künstlern.

1991 gründete Gerhard Meinl zusammen mit anderen Investoren die TA Musik-Gruppe als Mitglied der Mittelstands-Holding TA Triumph Adler AG, um die Vogtländische Musikinstrumentenfabrik GmbH (den ehemaligen VEB B&S in der früheren DDR) von der Treuhand zu übernehmen. Gerhard Meinl ist der Branchengeschäftsführer dieser Gruppe und war zugleich Leiter der Tochtergesellschaften, welche neben der Wenzel Meinl GmbH auch die Blechblasinstrumentenhersteller Antoine Courtois in Paris/Amboise, (einem Metallblasinstrumentenmacher mit Gründungsdatum 1803), den Oboen-Hersteller SML Strasser-Marigaux aus Frankreich und die Klarinettenmanufaktur F. Arthur Uebel in Deutschland umfassten.

Im Zuge einer Fokussierungsstrategie hat die Triumph-Adler AG die TA Musik GmbH an eine Gruppe um den langjährigen Branchenmanager Gerhard A. Meinl veräußert. Dabei erwarben die Partner 100 Prozent der Anteile der TA Musik GmbH, welche zunächst als JA Musik GmbH, dann als B&S GmbH mit den gleichen Aufgaben einer Management Holding für die Beteiligungsgesellschaften aus dem Bereich Blech- und Holzblasinstrumente weitergeführt wurde.

Am 5. Dezember 2012 kaufte die Buffet Group die B&S-Gruppe (B&S, Hans Hoyer, Melton Meinl Weston, J. Scherzer).

Heute firmiert das Unternehmen als Buffet Crampon Deutschland GmbH und ist Weltmarktführer in mehreren Instrumentengruppen. Besonders in den zwei Heimatmärkten Deutschland und Frankreich sind wir Marktführer für Step-up und Profiblechblasinstrumente.

Durch die Erfüllung höchster, künstlerischer Ansprüche haben unsere Instrumente ihren Weg in die berühmten Orchester der Welt gefunden. Und dank starker und auch sehr persönlicher Beziehungen zu verschiedensten Künstlern und Musikern können wir ihr professionelles Wissen und ihre Ratschläge in unsere Produktion einfließen lassen. So erreichen wir ein Optimum an Ansprechverhalten und Intonation, gepaart mit einem vollendeten Klang.

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